Dorsch PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Hansi   

Angeln auf Dorsche

 

Grundsätzlich gilt bei der Ostseeangelei „so fein und leicht wie möglich, so schwer und stabil wie nötig“.

Die Zeiten der schweren Norwegenruten und der Wäscheleinen-Angelschnur sind auch bei der Angelei von Kutter schon lange vorbei. Es gilt : fein fängt besser.

Obwohl in Abhängigkeit von den Jahreszeiten auch andere Fische wie Wittling und Hering mit Kunstködern vom Kutter aus gefangen werden können, ist der Dorsch die Hauptbeute der Kutterangler.

Wählt die Pilkergrößen und – gewichte nur so aus, dass ein kontrolliertes Angeln möglich ist und sich der Pilker genau dort aufhält, wo ihr ihn haben wollt.

Die Wurfgewichte der Ruten müssen 150 gr. nicht überschreiten und auch die Tragkraft der Angelschnüre braucht nicht mehr als 5 - 7 kg betragen(Geflecht).

Schließlich gibt es Kescher an Bord und schwere Fische werden nicht ausgehoben.

Da die Angelplätze im Einzugsbereich der „Seeadler“ selten eine Wassertiefe von mehr als 20 Metern aufweisen, sind Pilkergewichte zwischen 40 gr. und 80 gr. in den meisten Fällen ausreichend.

Es ist nicht notwendig, kiloweise Pilker an Bord mitzubringen, um für alle Fälle gewappnet zu sein.

Es genügt, in den jeweiligen Gewichtsklassen einige Exemplare in verschiedenen Farben mitzuführen. Im Notfall hilft der Skipper gerne aus.

Ein Wort noch zu den Pilkern selbst. Die Industrie stattet die Pilker häufig mit wenig tauglichen Sprengringen und Drillingen aus. Tauscht diese Teile bitte gegen hochwertiges Material aus.

Stumpfe oder aufgebogene Drillinge haben nichts am Pilker zu suchen.

Beim Pilken ist es häufig sinnvoll, einen oder maximal zwei Beifänger vorzuschalten.

Dies können Twister oder kleine Gummifische an leichten Jigs, Dorschfliegen oder auch andere Gummiköder sein.

Solche Beifängermontagen sind mit wenigen Handgriffen schnell selbst gebastelt : Einfach eine oder zwei Springerschlaufen in ein stabiles Stück monofiler Schnur binden. Dort wird der Beifänger entweder eingeschlauft oder eingebunden. In das obere Ende der Montage wird eine Schlaufe gebunden, an das untere Ende kommt ein Wirbel mit Karabiner.

Im Handel erhältliche Paternoster mit drei oder noch mehr Beifängern mögen irgendwo ihre Berechtigung haben, waren aber bei unseren Angelausflügen auf Dorsch kaum erfolgreich.

Anstelle der klassischen Pilkmontagen ist auch häufig ein einzelner Twister oder Gummifisch an einem Jig recht fängig.

Die Jiggewichte liegen zwischen 30 gr. und 80 gr.

Es ist ebenso möglich, die Dorsche mit Naturködern (Wattwürmern, Seeringlern) zu fangen.

Dazu findet ihr an anderer Stelle noch einige Tips.

Schaut euch einfach auf dem Kutter um, womit gefangen wird und tut es dem erfolgreichen Angelkollegen gleich.